Die emotionale Brücke zwischen Tier- & Menschenwelt – Dean Schneiders Definition von Erfolg

Get to know Dean Schneider

Dean Schneider ist ein renommierter Tierschützer und Social-Media-Influencer, der sich besonders im Bereich des Wildtierschutzes engagiert. Seine bahnbrechende Arbeit in diesem Feld zeigt sich in der Gründung des Hakuna Mipaka-Tierschutzzentrums in Südafrika, das als sichere Zuflucht für gerettete Tiere dient.

Sein übergeordnetes Ziel besteht darin, das Bewusstsein für den Schutz und den Respekt wild lebender Tiere zu schärfen. Mit Millionen von Followern hat er eine beeindruckende Reichweite aufgebaut und nutzt sie, um die Öffentlichkeit für die Anliegen des Wildtierschutzes zu sensibilisieren.

EU:
Herzlich Willkommen und danke, dass Du uns Deine Geschichte erzählst. Eine Geschichte, die in Deinem Leben sehr früh mit wahnsinnig viel Erfolg angefangen hat. Erfolg, den Du zumindest damals für Dich so definiert hast. Wie bist Du sehr früh so reich geworden?

Dean Schneider:
Mit Leidenschaft, ehrlich gesagt. Ich glaube, das ist immer ein ganz wichtiger Bestandteil. Ich hatte die Möglichkeit, sehr früh in der Finanzbranche Fuß zu fassen und mich selbständig zu machen. Meine Leidenschaft, oder nennen wir es in dieser Phase eher Faszination, das war es bei mir. Bis zu dem Punkt, an dem ich gemerkt habe: Vielleicht ist das, wonach ich strebe, doch nicht das, was ich will.

EU:
Wie alt warst Du, als Du Dich selbstständig gemacht hast?

Dean Schneider:
Da war ich 21, 22.

EU:
Knapp über 20 und schon super viel Geld verdient. Wann hast Du gemerkt, dass es das nicht für Dich ist?

Dean Schneider:

Als ich mir all diese geilen Luxusgüter leisten konnte, von denen ich als junger Erwachsener immer geträumt habe. Ich war mitten in dieser Branche, die ja sehr monetär gesteuert ist. Das ist nicht immer negativ. Es war zu dem Zeitpunkt toll, ein geiles Auto zu haben und eine schöne Uhr zu tragen. Das war das Ziel: finanzielle Freiheit. Das war so das Wort.

Als ich dann finanziell frei war und mir das leisten konnte, was ich wollte, habe ich gemerkt, dass das alles doch nicht so das Wahre ist, weil materielle Dinge im Wert immer abnehmen.
Wenn ich mir z.B. ein geiles Auto kaufe, sage ich am Anfang noch, dass ich da niemals drin rauchen werde. Dass ich dieses Auto jeden Tag putze und niemals mit dreckigen Schuhen einsteige. Nach drei Monaten ist das alles scheißegal. Nach drei Monaten ist es nur noch ein Auto, das mich von A nach B bringt. Ich checke gar nicht mehr, dass ich in einem Porsche oder in einem Maserati fahre.

Das gleiche passiert mit einer Uhr. Du kaufst Dir eine teure Uhr. Mega geil. Riesen-Freude. Du sagst: Hey, da da pass gut drauf auf, das ist mein Baby. Nach zwei Monaten weißt Du nicht mehr, wo Du sie hingelegt hast. Hab ich sie im Büro gelassen? Unterm Bett?

Anders ist es, wenn Du eine emotionale Bindung, z.B. zu einem Hund, einem Freund, einer Freundin aufbaust. Wenn es einen emotionalen Wert hat, denkst Du da: Oh, wo hab ich meine Freundin liegengelassen? Nein.

Das war der springende Punkt, an dem ich gesagt habe: Scheiße, ich habe jetzt sehr viel Zeit und Energie investiert, um das zu haben, was ich heute habe und bin trotzdem nicht wirklich erfüllt.

Klar hatte ich Glücksmomente. Klar hatte ich auch Spaß in diesem Leben. Diese Dinge sind mir auch nicht egal. Ich mag immer noch schöne Autos und das Ganze. Doch in der Prioritätenliste ist das ganz weit nach unten gerutscht.

EU:
Das heißt, dass Du in diesem Moment, damals mit Anfang 20, gemerkt hast, das Du etwas anders machen möchtest. Was war Dein erster Schritt?

Dean Schneider:

Ich war auf einer Reise. Einer Geschäftsreise nach Südafrika. Dort hatte ich die Möglichkeit, bei verschiedenen Organisationen ein bisschen reinzuschauen. Wir haben einen Trip gebucht, um die Tiere zu sehen und einen Einblick in die Arbeit zu bekommen, die die Organisationen dort leisten.

Ich habe das so geil gefunden, weil ich die ersten drei Jahre nach meiner Selbstständigkeit weder Ferien noch Freizeit hatte. Ich habe das so richtig genossen und dann gemerkt, dass das das Wahre ist. Dass es mir viel mehr Freude bereitet, als wenn ich ins Büro gehe.
Schon als kleiner Junge waren Tiere ein großes Thema in meinem Leben. Unter anderem durch Steve Irving. Vielleicht kennt der eine oder andere ihn noch.

Er hat mit seinen Shows ein bisschen Wildlife in mein Wohnzimmer gebracht. Seitdem war ich Feuer und Flamme für die Tierwelt.

Nur ist es in der Schweiz nicht so einfach, Fuß zu fassen, wenn man etwas mit Tieren machen möchte. Vor allem nicht, wenn Du noch ein junger Erwachsener bist. „Mach erst mal Deine Ausbildung“, war dann der Kommentar. Ich habe mich sogar im Zürcher Zoo als Tierpfleger beworben. Da war ich 16, 17 Jahre alt. Ich habe die Stelle nicht bekommen.

Meine Eltern meinten: Was ist denn die Perspektive für einen Tierpfleger? Doch das war mir total egal. Hauptsache ich konnte unter Tieren sein. Wobei das Thema Tiere und Tierschutz in der Schweiz auch ganz anders ist, als es bei Steve Irving in Australien war.

Und daher bin ich den eher traditionellen, normaleren Weg gegangen. Der hat auch super funktioniert, obwohl ich nicht so gut in der Schule war.

EU:
Du hast Dein Mindset verändert. Du hast Deine Prioritätenliste verändert. Und Du bist dann aus einem Gefühl heraus nach Südafrika gezogen. Wie hast Du das gemacht?

Dean Schneider:

Ab dem Moment, an dem ich wusste, dass ich in der Schweiz in der Finanzbranche am falschen Ort war, habe ich mich gefragt, was ich stattdessen machen will. Ich wusste, dass ich was mit Tieren machen will. Doch wenn ich was mit Tieren in dem Ausmaß machen will, wie ich mir das vorstelle, wie ich davon träume, dann wird das höchstwahrscheinlich nicht in der Schweiz möglich sein.

Irgendwann fiel mir auf: Jeden Tag geht über Nacht ein Flug aus der Schweiz nach Südafrika. Du schläfst, stehst auf und die Zeitzone ist die gleiche. Das heißt, dass Du nicht mal Zeitverschiebung hast. Dass es gar nicht so ein wildes Ding ist, wenn ich einfach mein ganzes Leben, meinen Wohnort, meine Base dahin versetze, wo die Tiere wirklich zu Hause sind.

EU:
Was haben Deine Eltern dazu gesagt?

Dean Schneider:

Meine Eltern haben beide zuerst gedacht, dass es einfach eine Laune ist. Der will jetzt einfach mal zwei, drei Monate weg. Das flaut schon wieder ab. Doch das hat es dann eben nicht.

Von dem Moment an, als ich es mir in den Kopf gesetzt habe, bis zu dem Moment, als ich tatsächlich nach Südafrika gegangen bin und ein Grundstück gefunden habe, hat es zwei Jahre gedauert. Bis ich wirklich wusste, was ich überhaupt machen will.

EU:
Du hast Dich also zwei Jahre vorbereitet. Du bist nicht blind ins Flugzeug gestiegen und hast Dir gedacht, dass Kapstadt bestimmt ganz schön ist und Du Dir da einfach eine Wohnung suchst. Du bist es stattdessen strukturiert angegangen. Deine Karriere davor war ja auch strukturiert.

Dean Schneider:

Wenn ich sage, dass ich alles in der Schweiz hingeschmissen habe und nach Afrika bin, dann stimmt das so nicht ganz. Ich hatte damals fast 50 Mitarbeiter. Ich hatte eine Verantwortung. Ich hatte ein relativ geregeltes Leben, ein Umfeld und dem konnte ich jetzt nicht einfach Ciao sagen und mich nicht mehr drum kümmern.

EU:
Dort bist Du hingezogen, damals vor fünf, sechs Jahren und hast ein Haus gekauft.

Dean Schneider:

Richtig. Doch ganz ehrlich, in diesen zwei Jahren habe ich fast alles, was ich verdient habe, für Anwälte, für Firmengründungen durchgebracht, um überhaupt zu wissen, wie ich was machen kann und muss.

Zu dem Zeitpunkt, als das Grundstück in Südafrika zum Verkauf stand und ich wusste, dass ich das machen muss, habe ich mir einen Businessplan zusammengestellt. Ich musste irgendwie Investoren finden. Jemanden, der mich unterstützt, weil mein Geld nicht mehr ausgereicht hat.

An diesem Punkt ist meine Familie eingesprungen. Mein Vater hat gesehen, dass es nicht nur eine kurzfristige Laune war, sondern mein Traum über einen langen Zeitraum hinweg. Er wusste, dass sie es mir nicht mehr ausreden können und dass es mein Ein und Alles ist. Dass ich dafür sterben würde. Und er meinte, dass sie mich unterstützen, bevor ich eine fremde Person involviere, bei der dahingestellt sei, ob sie meinen Traum, meine Vision genauso verfolgt wie ich. Ich hätte wahrscheinlich schon jemanden gefunden, doch so konnte ich mir meine Base bilden.

EU:
Das Haus ist die Base für eine Vision, die Du zwei Jahre lang vorbereitet hast. Die Du aufgebaut hast. Was genau war Deine Vision? Wenn ich sage, dass Du einer der bekanntesten Tierschützer der Welt bist, dann ist das einfach erst mal nur ein Satz. Erzähle mal aus Deiner Sicht.

Dean Schneider:

Die Tierschutz-Branche, die Tierschutzwelt ist riesig. Du kannst Tiere auf so vielen verschiedenen Leveln schützen. Es ist zunächst schwierig herauszufinden, was die größte Wirkung hat. Wo habe ich Qualitäten? Was kann ich überhaupt machen, was zum Tierschutz beiträgt?

Das war schon mal eine große Mission für mich, bis ich für mich gemerkt habe, dass ich nicht auf den Mund gefallen bin und gut vor Menschen sprechen kann.
Am Anfang war geplant, alles auf Deutsch zu machen. Ich hatte nie vor, etwas auf Englisch zu machen. Auf Englisch in die Kamera zu sprechen war für mich am Anfang der blanke Horror. Doch wie man jetzt sieht, war es eine gute Entscheidung.

Wir leben in der Generation, in der Social Media das schnellste, mächtigste und günstigste Kommunikationstool auf dem Planeten ist und das Ziel war, dieses Tool zu nutzen, um die Aufmerksamkeit für die Tierwelt zu erreichen.

Ich möchte damit gerne Menschen auf der ganzen Welt nicht nur über die Tierwelt aufklären, sondern sie auch inspirieren. Zuerst muss immer eine emotionale Brücke hergestellt werden, bis jemand sagt, dass er etwas für ein Tier spürt. Bis der erste Punkt kommt, an dem er sagt, dass er vielleicht nicht direkt spenden möchte, aber auch mit Sicherheit keine Handlung fördert, die dem Tier schadet.

EU:
Du hast relativ früh als Kind schon gemerkt, dass Du einen Zugang zu Tieren hast. Dass Du Tiere wahnsinnig liebst. Was waren Deine ersten Tiere?

Dean Schneider:

Die ersten Tiere waren die Hunde. Sie sind meine engsten und treuesten Begleiter. Sieben Hunde und ein Wolf.

EU:
Einbrecher sind also kein Thema.

Dean Schneider:

Weniger. (Lacht.)
Doch es ist natürlich so, dass Du da unten für alles eine Bewilligung brauchst. Am Anfang habe ich mir das viel einfacher vorgestellt. Ich dachte, dass ich dahin gehe und mega viel Land habe. Dass ich die Tiere, die in schlechten Verhältnissen leben, zu mir bringe. Oder sie gemeinsam mit Nature Conservation aus Versuchslaboren rette. Das ist dort die staatliche Einrichtung für den Tierschutz.

Doch das ist alles nicht ganz so einfach, wie man sich das vorstellt. Das sind Riesenprozesse, die Du durchlaufen musst, bist du überhaupt eine Bewilligung hast, um ein Camp zu bauen, in dem Du artgerecht ein Tier halten kannst. Vor allem, wenn Du es so machen willst, wie ich.

EU:
Ich frage das jetzt total naiv: Sind Deine Löwen zahm?

Dean Schneider:

Nein, auf keinen Fall. Sie sind total wild und auch nicht trainiert. Sehr viele Menschen und Fans fragen mich immer wieder, ob sie mal ins Gehege können, wenn ich dabei bin oder ob sie sie mal sehen können. Doch ich kann gar nicht sagen, wo sie gerade laufen. Sie laufen dort, wo sie wollen und nicht da, wo ich gerade will. Ich kann ihnen weder „Sitz“ noch „Platz“ sagen. Sie kommen, wenn sie es wollen.

EU:
Sie kommen zu Dir?

Dean Schneider:

Sie kommen. Aber nicht immer.

EU:
Wie hast Du eine Verbindung zu ihnen aufbauen können?

Dean Schneider:

Indem ich ihre Sprache gelernt habe. Das ist ja das Coole daran. Die Sprache.

EU:
Du kannst mit ihnen sprechen?

Dean Schneider:

Bei Löwen läuft das meiste über body language, also Körpersprache ab.

EU:
Kannst Du ein Beispiel zeigen? Ich bin jetzt mal ein Löwe und möchte Dich begrüßen.

Dean Schneider:

Bei der Begrüßung kommst Du auf mich zu. Dann läufst Du mit dem Kopf in mich rein und gibst mir eine Art Headbump und ich erwidere das dann.
Das ist die körperliche Nähe, die aber auch schon mal weh tun kann, wenn einer zu schnell angelaufen kommt. Dann gibt es einen richtigen Klatsch auf den Kopf. Doch so sagt man sich Hallo und zeigt seine Zuneigung. Das ist eine von vielen Gesten.

EU:
Doch es bleiben Wildtiere. Da ist Respekt ein ganz wichtiger Punkt, oder? Wie lernst Du, neben dieser Körpersprache, wie z.B. der Kopfbegrüßung, den Tieren Respekt entgegenzubringen? Damit da nichts passiert?

Dean Schneider:

Ich glaube, dass der Respekt so fundamental ist, den darfst Du gar nicht lernen müssen. Den musst Du einfach haben. Wenn Du mit diesen Tieren zusammen bist und Angst hast, dann sei nicht mit ihnen zusammen.

An dem Tag, an dem ich Angst vor ihnen verspüre, würde ich nicht mehr ins Gehege reingehen. Angst ist das total falsche Fundament für eine Beziehung. Übrigens auch bei Menschen. Aus diesem Grund ist der Respekt immer da.

Für „normale“ Leute ist das schwierig. Sie sind an Hunde, Katzen oder andere Tiere gewöhnt, mit denen wir zusammenleben können. Denen haben wir unsere Sprache beigebracht. „Sitz, Platz, Nein, nicht bellen. Es ist schon spät, nach 10 Uhr, nachher ist der Nachbar wieder wütend.“.

Das geht bei Löwen nicht. Ich gehe zu den Löwen und sie sagen mir, was okay ist und was nicht. Sie sagen mir es mit ihrer Sprache.

Dann kommen Leute zu mir und sagen: Ich habe letztens ein Video von Siegfried und Roy gesehen. Er hat einfach den Arm gepackt und angegriffen.Da ist das Problem das Missverständnis und das Fehlen der natürlichen Umgebung, wenn ein Tier im Fernsehen auf einer Bühne ist.

Ich bekomme ständig Anfragen, ob ich als Speaker auftreten und ein Tier mitbringen kann. Ich sag Dir ehrlich: Ganz am Anfang, als das auf Social Media ein bisschen aufblühte, da hab ich zu einem Event mal ein kleines Krokodil und eine Schlange mitgebracht. Es gab überhaupt keine Probleme. Es ist nichts passiert und den Tieren ging es auch gut.

Doch wenn ich jetzt zurückschaue, ist es der total falsche Platz für so ein Tier. Ich würde das nie mehr machen.

EU:
Du hast das alles selbst aufgebaut, Networking betrieben und finanzierst Dich über viele Spenden und Partner, mit denen Du zusammenarbeitest. Und da nutzt Du Social Media. Wann hast Du gemerkt, dass Du darüber sehr viele Menschen erreichen kannst?

Dean Schneider:

Als ich nach Südafrika kam, dachte ich, dass ich mit ein paar Freunden big production mache und wir die Leute inspirieren. Das hat überhaupt nicht funktioniert. Wir hatten 1.000 Views. Niemanden hat es wirklich interessiert und wir hatten auch nur wenige Tiere. Wir konnten noch nicht zeigen, was wir alles geleistet haben, sondern nur, was wir vorhaben. Das war schwierig. Ich war ein Neuankömmling, musste mich beweisen.

Irgendwann funktionierte das alles nicht mehr so und das Team hat sich gesplittet. Doch da hatte ich das Grundstück schon und war verbissen in meine Mission. Ich wollte unter keinen Umständen zurück in die Schweiz.

Ich bin alleine mit Noeh, meinem besten Freund und Content Creator in Südafrika geblieben. Wir haben einfach random Videos gemacht, meinen Alltag mit dem Handy aufgenommen und Noeh hat es zusammengeschnitten. Wir waren am Anfang die absoluten Amateure. Es hat aber unglaublich gut funktioniert, weil es echt war, nicht gespielt. Einfach ich, mein Leben, meine Mission und meine Familie in Südafrika.

Das ist bis heute das Rezept.

EU:
Was ist Deine Vision für die nächsten 10, 15 Jahre?

Dean Schneider:

Eigentlich immer noch genau die gleiche. Es ist der ganze Weg, der Spaß macht und der am meisten bewegt. Mein Ziel ist es, bis zum Tag an dem ich sterbe, Menschen über das Tierreich zu inspirieren, zu faszinieren und aufzuklären, egal ob es eine Person vor mir ist oder Millionen von Menschen auf der Welt. Damit da ein Bewusstsein und eine emotionale Brücke geschaffen wird.

EU:
Was Du jetzt schon auf eine begeisternde Art und Weise tust.
Mit wie vielen Löwen lebst Du?

Dean Schneider:

Sechs Löwen, drei Männchen und drei Weibchen.

EU:
Verstehen die sich gut? Sind Löwenbabys geplant?

Dean Schneider:

Löwenbabys sind nicht geplant, da wir keine Löwen in Gefangenschaft reproduzieren möchten. Wir könnten sie nie auswildern, da der Staat das nicht erlauben würde, weil sie eine Gefahr wären.

EU:
Doch die Löwen sind als Babys zu euch gekommen?

Dean Schneider:

Dexter kam als Erster. Er kam als Baby. Zu ihm habe ich eine ganz spezielle Beziehung, weil ich zu ihm die erste Mensch-Tier-Beziehung hatte. Das ist ja was ganz anderes. Zuerst hatte ich mit ihm eine Beziehung wie mit meinem Hund. Erst nachdem die anderen Löwen dazukamen, habe ich gesehen, wie Löwen untereinander kommunizieren und wie sie natürlich auf gewisse Aktionen reagieren.

Das habe ich mir dann abgucken und davon lernen können. Ich habe mich angepasst und das hat dazu geführt, dass ich heute mit den Löwen so natürlich und authentisch umgehen kann.

EU:
Es ist eine beeindruckende Geschichte. Viel Erfolg für alles, was Du tust und von Herzen danke, dass Du bei uns warst.

Dean Schneider:

 Vielen vielen Dank!