

Özkan, ablefy ist der größte Player im Markt der Coaches und Experten im deutschsprachigen Raum. Mit ablefy bildest du inzwischen das Rückgrat der Branche. Erzähl mal: Wie bist du auf die Idee dieser Plattform gekommen und was genau macht ihr?
Ich habe 2013 angefangen, Unternehmen dabei zu unterstützen, Technologie einzubinden. Das war meine ganze Motivation. Über die Jahre haben wir dann eine Infrastruktur gebaut, die Creator, Coaches, Experten und digitale Unternehmen unterstützt und deren technische Herausforderungen eliminiert. Das war unsere ganze Intention.
Mit ablefy bieten wir die Infrastruktur und stehen hinter tausenden digitalen Geschäftsmodellen. Dazu gehören Creator, Coaches und Experten, die monetarisieren und skalieren möchten. Dafür braucht man die entsprechenden Strukturen und die passende Plattform.
Ganz konkret kümmern wir uns um die Zahlungsabwicklung, steuerliche Berechnungen, Rechnungserstellung und Kundenzugänge. Wir ermöglichen außerdem das Hosting verschiedener digitaler Produkte, zum Beispiel Online-Kurse, Memberships, Communities, E-Tickets für Events, Zertifikate und Awards. Wir bieten also viele verschiedene Produkttypen an, damit unsere Kunden ihr Business monetarisieren und skalieren können.
Mittlerweile vertrauen uns über 70.000 Kunden. Wir versuchen dabei, so weit wie möglich im Hintergrund zu bleiben, um die Zahlungsabwicklung und die Kundenbeziehung optimal zu gestalten. Wir sind eine B2B2C-Plattform. Das bedeutet: Unsere Kunden sind unsere direkten Geschäftskunden, aber wir unterstützen auch deren Endkunden bestmöglich. Wenn der Endkunde mit unserem Kunden technologisch die beste Erfahrung hat, dann ist auch unser Kunde glücklich. Deshalb legen wir sehr großen Wert auf die Experience für Endkunden. Wir bilden also die komplette Journey ab – end to end – für Online-Unternehmer, Creator und Coaches, die ihr Business aufs nächste Level bringen wollen.
Das heißt konkret: Ich als Coach komme zu euch, stelle mein Wissen auf eurer Plattform zur Verfügung, meine Kunden können sich das digital anschauen. Wenn ich dann ein Event plane, kann ich auch über euch Tickets an meine Community weitergeben und den Kontakt zu meiner Community über eure Plattform halten?
Korrekt. Wir versuchen, das end to end umzusetzen. Im Grunde geht es uns darum: Jeder, der ein digitales Business aufbaut, braucht die technische Infrastruktur, um dieses Business skalieren zu können. Dafür bieten wir die komplette Journey.
Die Herausforderungen, die ihr für eure Kunden löst, sind klar. Aber habt ihr selbst auch Herausforderungen, bei denen ihr gemerkt habt: Da kommen wir ins Stocken? Und wenn ja, wie seid ihr damit umgegangen?
Challenges gibt es jeden Tag. Ich kann nicht sagen: Wir haben alles gelöst, alles läuft wunderbar. Nein. Der Markt entwickelt sich, Dinge verändern sich, wir müssen uns jeden Tag anpassen. Und das ist auch die Einladung an alle da draußen: Du musst bereit sein, dich zu verändern. Du musst bereit sein, dich persönlich zu verändern und auch dein Produkt und dein Unternehmen weiterzuentwickeln.
Diese Transformationsphase ist immer die größte Challenge, weil wir Menschen Veränderungen oft erstmal mit Widerstand begegnen. Aber gerade jetzt ist Transformation extrem wichtig. Wir gehen bei uns im Unternehmen AI first. Warum? Weil wir dadurch ganz andere Möglichkeiten haben und viel schneller Dinge für unsere Kunden umsetzen können als früher. Aber das müssen wir bedacht, sicher und regulatorisch sauber machen. Das ist eine große Herausforderung.
Die andere Challenge ist das Tagesgeschäft. Wie man tagtäglich gearbeitet hat, verändert sich komplett. Doch wir müssen jeden befähigen. So wie wir unsere Kunden enablen, müssen wir auch unsere Mitarbeiter enablen. Wir müssen Ausbildung zur Verfügung stellen, coachen und neue Möglichkeiten näherbringen. Das ist eine große Challenge, in der wir gerade stecken.
Aber wir müssen das tun, sonst verlieren wir den Anschluss. Und wir müssen unseren Mitarbeitern eine Zukunft bieten. Sie bleiben nicht für immer bei uns. Sie wollen sich vielleicht weiterentwickeln, irgendwann etwas anderes machen. Und wir wollen sie so aufstellen, dass sie das mit den richtigen Skills auch können.
Gibt es für ablefy Wunsch- oder Traumkunden? Welches Kundenprofil sagt euch am meisten zu?
Für uns sind die Kunden, die den Mehrwert für ihre Endkunden generieren, die wertvollsten. Das können individuelle Personen sein, das können aber auch Plattformen sein. Wir haben mittlerweile auch verschiedene Plattformen, die unsere Infrastruktur nutzen, um sie noch besser monetarisieren zu können. Das sind die besten, weil wir damit wirklich den Markt entwickeln können.
Individuell würde ich das gar nicht so eng fassen, aber die Entrepreneur University und The Founder Summit sind schon genau solche Kunden, die Wunschkunden sind.
Ihr seid in diesem Jahr neue Hauptsponsoren des Founder Summits. Was hat dich an uns, an Robin und Danny und am Founder Summit beeindruckt?
Die persönliche Ebene, die Werte, die sie vertreten. Das hat mich direkt abgeholt. Ich stehe voll dahinter, wie sie Visionen angehen, wie sie Kunden schätzen und wie sie ihre Verantwortung sehen, den Markt mitzuentwickeln. Das sind einfach tolle Persönlichkeiten. Für mich ist das einer der wichtigsten Punkte, wenn man eine Partnerschaft eingeht: dass man auch als Person dahinterstehen kann. Das war bei ihnen immer sehr positiv und das schätze ich sehr.
Das andere ist natürlich das Format. In Deutschland ist Unternehmertum noch nicht so weit oben, wie es sein könnte. Wenn man auf solchen Events Inspiration mitbekommt, sieht, was möglich ist, motiviert wird und das Feuer in einem entfacht wird, dann ist das absolut wertvoll. Jeder Einzelne wird motiviert, den Schritt zu gehen.
Und dieses Format ist für Besucher besonders inspirierend, weil es nicht nur um reine Informationsvermittlung geht, sondern wirklich um Energie. Wenn man das dann entsprechend inszeniert und auch den Spaßfaktor reinbringt, entsteht eine ganz andere Emotion. Unternehmertum ist genau das: Rock’n’Roll, Party, Action. Das ist jeden Tag da und das muss man spüren. Wenn man es gespürt hat, ist man vielleicht motivierter, den Schritt zu gehen und ein Unternehmen, das man bisher nur im Kopf gebaut hat, endlich umzusetzen.
Du bist dieses Jahr auch selbst beim Founder Summit dabei, beim 10-jährigen Jubiläum und wirst auch als Speaker auf der Bühne zu sehen sein. Worum werden sich die Inhalte deines Vortrags drehen? Kannst du da schon Einblicke geben?
Ich werde aus meinen mittlerweile 25 Jahren Unternehmertum einige Einblicke geben, die ich bislang nicht so öffentlich geteilt habe. Es geht dabei nicht um etwas, das kommt und geht, sondern um ein Framework, das ich für mich immer benutzt habe. Ich glaube, diese Einblicke können dem einen oder anderen helfen, sein Business besser zu strukturieren.
Es wird aber auch für alteingesessene Unternehmer interessant sein, weil sie sehen können: Wie kann ich mein Unternehmen noch einmal frisch machen? Wie kann ich Innovation reinbringen? Wie kann ich einen neuen Lebenszyklus ins Unternehmen bringen?
Diese Frameworks will ich präsentieren. Und spannend ist auch, dass man sie für das eigene Management-Profil verwenden kann, um zu sehen: Wen brauche ich in meinem Team? Suche ich einen Co-Founder, einen Mitarbeiter oder einen Partner? Das sind Insights und Frameworks, die ich über viele Jahre verwendet habe und die ich beim Founder Summit veröffentlichen möchte.
Wunderbar, wir freuen uns sehr auf dich! Danke für deinen Input!
Danke euch! Wir sehen uns beim Founder Summit!